Aquaplaning - Gefahr im Sommer
AvD-Tipp: Reifenprofil prüfen und richtig reagieren
Die Gefahr von Aquaplaning ist in den Sommermonaten am größten. Darauf weisen die Verkehrssicherheitsexperten des Automobilclubs AvD hin und empfehlen daher einen genauen Blick auf die Reifen. Besonders die Profiltiefe ist entscheidend und sollte deutlich über der gesetzlich vorgeschriebenen Mindesttiefe von 1,6 mm liegen.
Gerade bei den im Sommer häufig auftretenden Gewitterschauern fallen große Mengen Wasser in kurzer Zeit vom Himmel. Im Gegensatz zum typischen Winterregen, bei dem es über längere Zeit gleichmäßig regnet, bilden sich bei diesen Platzregen im Sommer große Wasseransammlungen auf den Straßen, die nicht schnell genug abfließen können.
So lange das Reifenprofil genügend Wasser aufnehmen kann, stellt dies kein Problem dar. Allerdings haben selbst Reifen mit 3 mm Profiltiefe nur noch 30% der Aufnahmekapazität von Neureifen, bei 1,6 mm sind es gerade noch 10%.
Kann das Profil nicht mehr genügend Wasser aufnehmen, dann schwimmen die Reifen auf dem Wasser wie ein Wasserski. Das Auto kann dann weder gelenkt noch gebremst werden, ein Unfall ist die fast unausweichliche Folge.
Fahrtipp: nicht bremsen, sondern Kupplung treten
Wer bemerkt, dass sein Auto aufschwimmt, der sollte auf keinen Fall bremsen, sondern Kupplung treten bis die Vorderreifen wieder Kontakt zur Straße bekommen - sie dürfen nicht blockieren, sondern müssen sich dafür drehen.
Auf Nummer sicher: bei Regen langsam fahren
Wer solche gefährlichen Situationen vermeiden will, der sollte auf jeden Fall bei starken Regenfällen langsam fahren. Die an vielen Autobahnen aufgestellten Geschwindigkeitsbeschränkungen mit Zusatz “bei Nässe” sind ein Indiz für vermehrt auftretendes Aquaplaning. Diese Schilder haben nicht bloß empfehlenden Charakter, sondern sollten unbedingt befolgt werden.
Vier kleine Flächen, jede ungefähr so groß wie eine Hand, sorgen für Haftung auf der Fahrbahn. Dies gilt für alle Fahrzeuge, egal ob sie über elektronische Fahrwerkhilfen oder Allradantrieb verfügen. Gebremst wird ohnehin schon seit vielen Jahren mit allen vier Rädern.



