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AvD Sachsen-Rallye

Bei der AvD-Sachsen-Rallye vom 7. bis 9. Mai 2009 rund um Zwickau konnte Olaf Dobberkau (Schleusingen) einen historischen Sieg erringen: Nach 26 Jahren gewann er für Porsche wieder einen Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM). Er verwies Hermann Gaßner jun. (Surheim) mit seinem Mitsubishi Lancer in einem spannenden Finale um 6 Sekunden auf den 2. Platz. Peter Corazza (Oelsnitz) belegte mit einem Rückstand von 20 Sekunden in seinem Mitsubishi Lancer den 3. Rang. Damit behält Corazza die Führung in der Deutschen Rallye Meisterschaft. Hermann Gaßner jun. konnte sich in der Tabelle auf Rang 2 verbessern. Schnellster Pilot in der Deutschen Rallye Serie (DRS) wurde Rainer Noller (Abstatt), der gleichzeitig den 7. Platz im Gesamt belegte.

Völlig überglücklich stiegen Olaf Dobberkau und Alexandra König aus ihrem Porsche 911 GT3 aus. Nach über 26 Jahren ist es ihnen gelungen, für die Marke Porsche wieder einen Sieg bei einer Rallye einzufahren. Gleichzeitig war es der 1. Gesamtsieg bei einer Rallye für den Schleusinger: „Ich bin absolut happy. Wir hatten uns schon lange einen Sieg gewünscht – und jetzt hat es endlich geklappt. Eine tolle Sache. Einen besonderen Dank möchte ich noch meinem Team aussprechen, das die letzten Monate eine hervorragende Arbeit geleistet hat. Ich hoffe, dass wir bei der Eifel-Rallye an dieses Ergebnis anknüpfen können“, erklärte Olaf Dobberkau im Ziel.

Hinter dem Gesamtsieger entbrannte im Laufe des 2. Tages ein spannender Kampf um die 2. Position. Hermann Gaßner jun. eröffnete den Fight am Vormittag und zog zur Mittagspause mit einem Vorsprung von 1,7 Sekunden an Peter Corazza vorbei. „Wir müssen mal schauen, was unser Gebrauchtwagen am Nachmittag noch hergibt“, schmunzelte Peter Corazza über sein 5 Jahre altes Rallyefahrzeug im Servicepark und ergänzte: „Wir werden auf jeden Fall alles geben. Das wird sicherlich ein spannender Fight.“ Doch Hermann Gaßner jun. ließ sich nicht beirren. Er blies weiter zur Attacke und erkämpfte sich noch einige Bestzeiten. Der Lohn für seine Arbeit: Ein erfolgreicher 2. Platz im Gesamtklassement und in der Gesamtwertung der DRM.

Platz 4 belegte Sandro Wallenwein (Stuttgart) mit seinem Subaru im Impreza, der somit den 2. Platz in der DRM-Gesamtwertung einbüßte. Auf einem guten 5. Rang präsentierte sich Matthias Kahle im Ziel: „Es war wieder eine tolle Rallye-Kulisse in Zwickau: Die Fans gehen richtig mit und es macht einfach nur Spaß, hier zu fahren.“

Interessante Kämpfe ergaben sich auch in den 3 anderen Divisionen der DRM: Souverän konnte Carsten Mohe (Crottendorf) die Division 2 für sich entscheiden. Er belegte den 6. Gesamtrang und verwies den AvD-Sportpräsidenten Volker Strycek auf den 2. und Bernd Knüpfer (Rückersdorf) auf den 3. Platz. Nach seinem ersten richtigen Rallyeeinsatz in Wertung zeigte Volker Strycek sich mehr als zufrieden: „Ich hätte nie gedacht, hier in die Top 10 zu fahren. Es hat jedenfalls einen riesigen Spaß gemacht. Das bleibt ein unvergessliches Erlebnis. Ich hoffe, dass es vor allem auch den Fans richtig viel Spaß gemacht hat. Für die sind wir hier an den Start gegangen“, erklärte Volker Strycek im Ziel.

Besonders gut drauf war auch Felix Herbold aus Ismaning. Er sicherte sich den 1. Platz in der Division 3 und verwies Christian Riedemann (Sulingen) und Lars Mysliwietz auf die Plätze 2 und 3. „Die Wertungsprüfungen hier sind einfach genial – das macht richtig Laune. Danken möchte ich auch dem gesamten Organisationsteam rund um Michael Görlich. Die Truppe hat wirklich einen guten Job gemacht.“

Einen spannenden Zweikampf gab es auch an der Spitze im Suzuki Rallye Cup. In einem Herzschlagfinale setzte sich Manuel Kößler (Füssen) mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,4 Sekunden gegenüber Dominik Port durch. Den 3. Platz im Cup belegte Hugo Arellano (Hoesdorf, Luxemburg), der sich mit einem Vorsprung von 2 Sekunden gegenüber Tim Dämgen (Simmern) durchsetzte.

Zufriedene Gesichter bei Piloten der Deutschen Rallye Serie:

In der Wertung der Deutschen Rallye Serie konnte Bernd Knüpfer (Rückersdorf) hinter Olaf Dobberkau und Rainer Noller den 3. Rang belegen. Auch Raphael Ramonat war glücklich, das erste Mal mit seinem Porsche 911 GT3 auf einem guten 18. Gesamtrang ins Ziel zu kommen: „Wir wollten eigentlich nur ankommen und Erfahrungen sammeln. Das haben wir geschafft und freuen uns jetzt auf die weiteren Läufe zur Deutschen Rallye Serie“, erklärte Ramonat im Ziel. Besonders interessant war der Fight zwischen den Honda-Piloten. Michael Krause (Niedereschbach) setzte sich gegen seine Honda-Mitstreiter durch: Er verwies Michael Abendroth (Duisburg) und Mario Kunstmann (Beierfeld) auf die folgenden Plätze. „Wir sind froh unsere Klasse gewonnen zu haben. Wenn Michael Abendroth nicht so viel Pech mit seinen Plattfüßen gehabt hätte, wäre das sicherlich noch ein spannender Fight geworden“, berichtete Michael Krause im Ziel.

Endstand der AvD-Sachsen-Rallye nach 14 Wertungsprüfungen (159.62 Kilometern)

Olaf Dobberkau/Alexandra König (Schleusingen)
Porsche 911 GT3, Div. 1 1:26:37,9 Stunden.

Hermann Gaßner jr./Kathi Wüstenhagen (Surheim/Freilassing)
Mitsubishi Lancer, Div. 1 + 0:06,1 Minuten.

Peter Corazza/Ronald Bauer (Oelsnitz/Neumark),
Mitsubishi Lancer, Div. 1 + 0:20,2 Minuten.

Sandro Wallenwein/Pauli Zeitlhofer (Stuttgart/Österreich),
Subaru Impreza N14, Div. 1 + 1:20,2 Minuten.

Matthias Kahle / Peter Göbel (Köln / Korb),
Porsche 911 GT3, Div. 1 + 1:44:6 Minuten.

Carsten Mohe/André Kachel (Crottendorf/Golmsdorf)
Renault Clio R3, Div. 2 + 4:08,0 Minuten.

Rainer Noller / Uwe Walz (Abstadt / Untergruppenbach),
Mitsubishi Lancer, Div. 1 + 4:51,6 Minuten.

Volker Stryzek / Robert Patzig (Limburg / Großbodungen),
Opel Astra Kit-Car, Div. 2 + 5:03,7 Minuten.

Felix Herbold/Kevin Zemanik (Ismaning/Plauen)
Citroen C2R2, Div. 3 + 7:28,0 Minuten.

Dirk Richter / Anja Vogel (Dresden / Zwönitz),
Ford Escort Cosworth + 7:46,4 Minuten

© Markus Schramm, Media Activa

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